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Tierisch gut drauf - Wie Ihre Apotheke helfen kann

Auch Katzen, Hunde oder Meerschweinchen können krank werden. Worunter Haustiere oft leiden, was ihnen hilft und warum sich der Gang in die Apotheke lohnt.

Kater Leo, Dackel Waldi oder Langohr Franz schaffen das, was unseren engsten Freunden oft nicht gelingt: Sie bringen uns zum Lachen, wenn sie maunzen, bellen oder mümmeln. Rund 35 Millionen Haustiere leben in deutschen Haushalten, zu den Top-Favoriten zählen Katzen, gefolgt von Hunden, Kleintieren und Vögeln.

Ihre Besitzerinnen und Besitzer möchten sie nie mehr missen, so gut wie sie ihnen an Leib und Seele tun. Kein Wunder, dass in der Pandemie immer mehr Menschen ihr Herz für die geselligen Lebewesen entdecken.

Häufige Erkrankungen

Auch Wissenschaftler:innen bestätigen: Das Streicheln eines Kaninchens kann den Puls senken. Katzen öffnen die Tür zur Seele traumatisierter Menschen. Und Hunde beweisen als Fitnesscoach oder Antidepressionshilfe oft großes Talent. Bei aller Tierliebe wird schnell übersehen, dass auch unsere zwei- oder vierbeinigen Lieblinge krank werden können.

So sind Hunde besonders anfällig für Allergien, Zwingerhusten, Hüftprobleme oder Parasitenbefall (häufig Zecken!). Tierische Senioren quälen auch Krebs, Grauer Star oder Demenz. Bei Stubentigern stellen Veterinärmediziner:innen häufig die Diagnose Katzenschnupfen, Toxoplasmose oder Katzenleukämie. Eine Schwachstelle sind auch ihre Nieren.

Tigern sie oft im Freien umher, bringen auch Samtpfoten gern mal krankmachendes Ungeziefer wie Zecken, Würmer oder Milben mit heim.

Kaninchenfans sollten wissen: Die Nager leiden öfter unter Schnupfen, Ohr- und Zahnproblemen. Das Verdauungsleiden Trommelsucht oder Infektionskrankheiten wie Myxomatose oder Chinaseuche bedrohen die Hoppler lebensgefährlich.

Den Liebling im Blick haben

Erschwerend kommt in der Tiermedizin hinzu: Die Patienten leiden still und oft unbemerkt. Umso mehr müssen ihre Besitzer sie gut im Blick behalten. Anlass zur Sorge besteht, wenn ihre Lieblinge auffällig an Lebensfreude und Gewicht verlieren, viel schlafen oder trinken oder sich plötzlich ständig kratzen. Eine regelmäßige Inspektion des Fells ist wichtig, um dort rechtzeitig unerwünschte Anhängsel wie Zecken zu entdecken. Echte Tierliebe beweisen Frauchen und Herrchen, wenn sie den Fressnapf nie zu voll machen und auf hochwertiges wie artgerechtes Futter achten. Leckerlis zur Belohnung sollten absolute Ausnahme sein. Schlimm, wenn es tierischen Pummelchen zusätzlich am nötigen Auslauf fehlt. Denn Übergewicht macht Tiere krank. Ob Gicht, Rheuma, Diabetes oder Herzschwäche: Die Praxen von Veterinärmediziner:innen sind voll mit Patienten, die darunter leiden. Fiffy, Mieze und Hansi werden auch immer älter – und sind somit anfälliger für Zipperlein, aber auch chronische Leiden.

Was Ihrem Haustier hilft

Wichtig ist daher der regelmäßige Check-up bei Tierärztin oder Tierarzt, bei akuten Beschwerden ist er unerlässlich. Auch die Apotheke ist eine gute Anlaufstelle: Die pharmazeutischen Fachleute beraten etwa zu zugelassenen, nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten. Dazu zählen zum Beispiel Antiflohmittel, aber auch Wirkstoffe gegen Zeckenbefall. Es gibt diese zum Beispiel als Spray, sie können auf das Fell getropft werden oder die Mittel wirken im Halsband. Apotheker:innen und PTAs fertigen zudem individuelle Verordnung aus der Tierarztpraxis an. Fachkundig beraten sie Sie ebenso, ob und in welcher Dosis Mittel aus der Humanmedizin einem kranken Tier helfen. Sie vertragen diese nicht immer gut, weil ihr Organismus die Wirkstoffe anders verarbeitet. Doch das können Sie leicht verhindern. Informieren Sie sich, wie Sie Ihr Tier artgerecht halten und ernähren. Es ist Ihre Pflicht, ihm genügend Auslauf zu ermöglichen und regelmäßig die Tierarztpraxis aufzusuchen. Sie können sich gewiss sein: Geht es Ihrem Liebing gut, gönnen Sie sich selbst Streicheleinheiten für Ihre Seele.

Achtung!

Niemals mit einer Schmerz- oder Hustentablette aus der eigenen Hausapotheke das Tier zu kurieren versuchen. Das kann schlimm enden.

Wurmkuren und Impfungen: Das ist tierisch wichtig

  • Gegen Staupe, Leptospirose und Parvovirose sollen sie laut der Impfkommission1 möglichst immer geimpft sein. Je nach Seuchenlage und Lebenserwartung ist auch die Spritze gegen Borreliose, Zwingerhusten, Tollwut und Leishmaniose ratsam. Informieren Sie sich, wie oft und in welchen Abständen Schutzimpfungen erfolgen sollten. Ebenso wichtig sind mindestens vier Wurmkuren pro Jahr. Bei dieser Gelegenheit kann der oder die Mediziner:in den Vierbeiner gleich gründlich untersuchen. Wie gesund sind bei ihm Herz, Gebiss, Ohren oder Niere?
  • Die Tiere sollten grundsätzlich gegen Katzenseuche und -schnupfen immunisiert werden2. Je nach Risikolage kann es sinnvoll sein, die Vierbeiner etwa gegen Chlamydien, Leukose, Pilzinfektionen, Katzenleukämie oder Tollwut zu impfen. Erkundigen Sie sich in der Tierarztpraxis nach diesen Schutzmaßnahmen. Eine Wurmkur empfiehlt sich bei Freigängern viermal pro Jahr, bei Wohnungskatzen reicht in der Regel ein bis zwei Mal pro Jahr. Auch für die Samtpfoten gilt: Die Schutzimpfungen sind eine gute Gelegenheit, sie gründlich untersuchen zu lassen.

 

Quellen:
1 www.tieraerzteverband.de/smile/smile-a-z/staendige-impfkommission.php
2 www.tieraerzteverband.de/media-smile/docs/smile-a-z/impfempfehlungen/StIKoVet-Impfempfehlung-Katze_01-21.pdf

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